Sommer,Sonne, Familienzeit…

In den letzten Wochen war es sehr ruhig bei mir. Das hatte einige Gründe.

Meine Familie hatte einen sehr schwierige Zeit mit vielen Sorgen. Aber eigentlich müsste ich das in Gegenwartsform verfassen 🙂 Langsam gewöhnen wir uns aber an alles Neue und es wird zu unserem neuen Alltag. Alle, die mich kennen wissen, sowas lässt mich (auf Dauer) nicht verzagen. Doch ich brauchte und brauche Zeit für mich, um in mich zu gehen, um mich ein wenig um mich selbst zu kümmern und auch um mich wieder selbst zu finden.

Außerdem brauchte ich eines ganz dringend: Kuschelzeit

Kuschelzeit mit meinen Kindern. Kuschel- und Redezeit mit meinem Mann, Kuschelzeit mit meiner Mama und meinen Geschwistern.

Jetzt im Sommer genießen wir unsere gemeinsame Zeit ganz besonders: Wir strolchen in der Umgebung herum, genießen die schattigen Plätze unter unseren Bäumen, bemalen Steine, massieren uns gegenseitig die Füße, reiben uns mit Sonnencreme (=Wasser) ein und plantschen im Pool. Es gibt die eine oder andere Musikalische Mitmachgeschichte, aber sonst ist es doch eher ruhig.

Ich wäre aber nicht ich, wenn das lange so wäre 🙂

In meinem Kopf bilden sich langsam neue Projekte aus, neue Partnerschaften bilden sich und Pläne werden geschmiedet.


Wenn die Zeit reif ist, werde ich euch natürlich sofort berichten 🙂
Genießt bis dahin den Sommer, eure Zeit im Garten, mit euren Kindern und Lieblingsmenschen!

Eure Michaela

Zeit für MICH

Ich werde sehr oft gefragt, wie ich das schaffe, mein Leben zu managen: Zwei kleine Kinder, Haus, Mann, Freunde, zwei Selbstständigkeiten. Ganz ehrlich? Manchmal weiß ich das selber nicht so genau. Manchmal geht alles wie von selbst, manchmal habe ich das Gefühl, ich versinke im Chaos.

Im Laufe des letzten Jahres habe ich ein paar wichtige „Credos“ für mich gelernt/entwickelt/entdeckt:

Wenn du etwas liebst, ist es keine Arbeit im herkömmlichen Sinne

Ich liebe meine beiden Standbeine. Ich liebe es, Menschen und Familien ein Stück weit zu begleiten, ihnen mit Rat und Tat zur Seite zu stehen. Ich liebe es, mit Kindern zu musizieren, ihnen meine Liebe zur Musik weiterzugeben und Elten „Werkzeuge“ in die Hand zu geben.

Natürlich ist es anstrengend, mein Terminkalender ist teilweise zum Bersten voll und ich arbeite oft abends, wenn andere sich schon am Sofa entspannen. ABER: Ich liebe, was ich tue. Deshalb nehme ich es oft gar nicht als Arbeit im herkömmlichen Sinn wahr.

Ja, manche Dinge, die ich gerne machen würde, fallen vielleicht (kurzzeitig) aus meinem Leben. Manche Freundin würde mich gerne öfter sehen, manchen Film verpasse ich. ABER: Ich weiß, auf lange Sicht ist es mir wert.

Mache das, was dir gut tut und umgebe dich mit Menschen, die dir gut tun

Manchmal höre ich, dass es egoistisch ist, einfach das zu tun, was einem selbst gut tut. JA! Es ist egoistisch. Aber wann haben wir Mamas schon die Möglichkeit egoistisch zu sein? Außerdem habe ich mir meine beiden Standbeine nicht aus egoistischen Gründen aufgebaut – ganz im Gegenteil! Ich wollte Zeit für meine Kinder haben, ihnen etwas bieten, ihnen eine wundervolle Kindheit bereiten. Das ist egoistisch?

Ja, zu manchen Menschen habe ich weniger Kontakt als noch vor einem Jahr. ABER: Ich habe gelernt, dass ich nicht für alle da sein kann, dass ich mir meine Kraftreserven gut einteilen muss und dass ich meine Energie und Lebensfreude nur dann erhalten kann, wenn ich lerne NEIN zu sagen (Ja, das schreibe ich übrigens gerade, um es mir selbst wieder in den Sinn zu rufen)

Ja, wir bleiben manchmal ganz bewusst zu Hause, chillen in der Sonne, spazieren zu etwaigen Tieren, genießen die Viersamkeit. Auch das ist vielleicht eine Art Egoismus – aber who cares? Uns tut es gut und wir genießen unsere Familienzeit ganz bewusst. Wir haben eine irrsinnig schwere Zeit hinter uns – wer uns da noch Egoismus vorwirft, hat den Sinn des Lebens wirklich nicht verstanden

Nimm dir Zeit für dich – auch wenn es täglich nur 10 Minuten sind

Das ist wahrscheinlich das wichtigste Credo, aber auch das schwierigste.
Jede Mama weiß, die eigenen Wünsche kommen zum Schluss, die eigenen Bedürfnisse werden hinten angestellt. Ich gehöre zu den Müttern, die schon in die Stammbücher geschrieben hat, dass sie einmal Mama sein wollen. Als unsere Große ein Baby war, kannte ich nichts anderes als Mama sein, ich würde sogar sagen, ich habe mich darin fast verloren.

Versteht mich nicht falsch- ich genieße (fast, haha) jede Sekunde mit meinen Kindern, aber mittlerweile habe ich eines gelernt: Geht es mir gut, geht es meinen Kindern gut. Geht es meinen Kindern gut, geht es meiner Ehe gut. 🙂

Ich versuche mir Inseln zu schaffen, in denen ich Zeit für mich, nur für mich habe. Sei es eine Stunde walken gehen, ALLEINE kochen oder 10 Minuten auf der Schaukel oder in der Hängematte entspannen.

Manches Mal ist es notwendig, diese Zeit in meinen Terminkalender einzutragen, so blöd wie das klingt. ABER: Wir Mamas wissen, unsere Alleine-Zeit ist das erste, das gestrichen wird, wenn es etwas hektischer wird.

Heute gibt es einen ganz klaren Call to action für dich:

Traue dich“egoistisch“ zu sein und Qualitätszeit mit dir alleine zu verbringen. Trau dich NEIN zum 5 Spieletreffen der Woche zu sagen, um Qualtitätszeit mit deinen Kindern zu verbringen. Trau dich dein Leben so zu verändern, dass es für deine Familie und dich passend ist, nicht für deine Umgebung!

Eure Michaela

Entspannte Eltern = glückliche Kinder

Die letzten Wochen waren in unserer Familie wirklich anstrengend. Beide Kinder krank- lange und intensiv. Dadurch haben beide natürlich schlechter geschlafen. Mein Mann arbeitet immer viel, derzeit noch mehr. Dadurch ist er natürlich abends müde und ich dann auch mal gernervt, weil keine Gespräche mehr entstehen. Ich war auch nicht ganz auf der Höhe.

Ein Cocktail, der schnell mal übergeschwappt ist.

Vor allem abends habe ich häufig bemerkt, dass mein Geduldsfaden zum Reißen dünn war. Während ich mich bei den Kindern meistens noch bemüht habe, lies ich bei meinem Mann dann los – nichts hat gepasst, nichts war genug. WOW, das war zermürbend für uns beide.

Letzte Woche haben wir unser Weihnachtsgeschenk eingelöst und waren in der Therme- samt Kuschelliege, Schokofondue und Co.

Ein Tag nur für uns allein. Ohne Zeitplan, ohne Pflichten.

Es war so wunderbar, unbeschreiblich. Wir beide haben es wirklich so sehr genossen- ins heiße Wasser, in die Sauna, schlafen wann es uns danach war. Est spätabends heimkommen, ohne sich um Schlafenszeiten der Kleinen Gedanken zu machen. Einen Tag „nur“ Partner sein.

Bitte glaubt mir, wir lieben unsere Kinder über alles und verbringen jede freie Minute mit ihnen- und das liebend gern. Doch diese Oase der Zweisamkeit haben wir so dringend gebraucht, um uns an unser gemeinsames WARUM zu erinnern.

Ich habe mir anfangs so schwer getan, meine Kinder „abzugeben“. Ich hatte immer ein schlechtes Gewissen, machte mir Gedanken, ob es ihnen gut geht. Aber soll ich euch was sagen? Meine beiden Racker kamen am nächsten Tag von ihrem Oma-Urlaub nach Hause und waren so unfassbar gut gelaunt und glücklich, es war einfach wunderschön anzusehen! Sie haben die Zeit mit Oma und Opa so sehr genossen wie wir unseren Entspannungstag.

Unser Familienalltag ist jetzt wieder viel entspannter bzw sehe ICH vermutlich alles entspannter. Ich habe wieder das Gefühl, ich selbst zu sein und meinen Kindern die bestmöglich Mama zu sein.
Schon als Kindergartenleiterin sagte ich meinem Team immer, sie sollen unbedingt darauf achten, dass es ihnen selbst gut geht, sie sich wohl fühlen im Kindergarten. Denn wenn sich das Team wohl fühlt und sie Spaß an der Arbeit haben geht es auch den Kindergartenkindern gut.

Das werden mein Mann und ich uns jetzt auch wieder viel häufiger ins Gedächnis rufen:

Geht es uns als Team gut, geht es auch unserer Familie gut

Es muss gar nicht immer ein ganzer Tag in der Therme sein – ein gemeinsames Glaserl am Abend, ein tolles Gespräch, einfach etwas Zeit für die Partnerschaft oder auch mal sich selbst bewirkt Wunder.

Eure Michaela

Was tust du eigentlich den ganzen Tag daheim?

So- heute war wieder einmal der Tag aller Tage. Von in der Früh bis zum Abend hat eines der Kinder gejammert, nach mir gerufen, hat meinen Fuß gestreichelt während ich am Klo gesessen bin und und und…

Eigentlich begann der Tag gut – ich durfte nach einer ziemlich ruhigen Nacht bis 7.00 Uhr schlafen.
Johannes war super drauf, Luisa war wie die letzten Tage etwas verschnupft und grummelig wie ein Bär. Passt, wie immer schauen wir im Bett noch ein Buch an – Geschrei und Gewein‘, welches Buch Mama als erstes lesen soll. Natürlich hat Mama beide gelesen, das zweite extra toll, weils ja das zweite war. Schlafanzüge werden ausgezogen – Johannes sein Reißverschluss wird wieder zu gemacht, schließlich wollte Luisa ihrem „lieben kleinen Bruder ja helfen“. Gewand musste natürlich selbst ausgesucht werden und das Frühstück richten dauerte wie so oft viel zu lang.
Das Haus schaut wüst aus, zusammen räumen mit zwei Kleinen eine Lebensaufgabe. Das Spielen im Regen war super, aber früher im Sommer haben sie immer länger draußen sein dürfen, das ist so gemein. Mittagesse schmeckt mittel und wenn Mama arbeitet wenn Johannes schläft ist Luisa mit dabei und möchte auch am Computer schreiben. Allein. Immer. Genau! Jetzt!
Papa kommt über Mittag nur kurz heim und geht dann wieder arbeiten – Arbeiten ist so blöd! Und sowieso macht Johannes alles kaputt und Mama hat allein am Klo nichts verloren. Einem ist heiß, der andere hat kalte Finger.
Nochmal ab in der Regen, am Vormittag waren wir ja so kurz draußen. Brot ist gagga und Johannes isst nur Wurst mit Essiggurkerl. Das von Luisa würde natürlich besser schmecken als das eigene.
Gemeinsames Duschen in der Badewanne macht irrsinnig viel Spaß, aber die ist sooo klein, da duschen wir das Bad natürlich mit. Beim Sandmann schauen schlafen beide fast ein, aber selbstverständlich wird dann doch noch Yakari geschaut.
Am Klo sitzt bestimmt der Puma vom Yakari, egal wie oft Mama hinter die Tür schaut. Die Bärenwindel ist nur halb so schön wie die Hasenwindel und die Gute Nacht Geschichte war gestern bei Papa viel schöner.

Dann machen beide ihre Augerl zu und schlummern selig – und das Mamaherz platzt fast vor Liebe und Freude. Und der Hoffnung, das morgen wieder ein so toller Tag beginnt. 😉 Und an eines muss ich immerzu denken: Damals v.K. (=vor Kindern) habe ich meine erste Mama-Freundin gefragt, was sie eigentlich den ganzen Tag so macht…

Bitte heute nicht ganz ernst nehmen 🙂
Eure Michaela