Blätterketten

Der Herbst ist meine absolute Lieblingsjahreszeit, vor allem, wenn er so herrlich startet wie heuer. Bei uns in St. Nikolai werden wir schon jetzt fast täglich vom Nebel aufgeweckt, ein bisschen später begrüßen wir die Herbstsonne. Wir sammeln Kastanien und Nüsse, springen in Blätterhaufen und Regenpfützen. Und das Allerschönste: Die bunten Blätter fallen von den Bäumen…

Blätterketten – Material

  • Blätter, welche bunt bleiben, wenn sie trocknen (z.B. Obstbäume oder Ahorn, nicht Nuss oder Kastanie)
  • Ein Material, auf das aufgefädelt werden kann. (z.B. Schnur, Spagat oder wie bei uns ein Nussbaumblatt mit langem Stil)
  • Eventuell eine Stopfnadel
  • Wenn man mit Nussbaumblatt arbeitet eine Schnur/ein Spagat zum aufhängen

Blätterketten – Umsetzung

  • Am besten setzt euch entspannt auf die Wiese, unter den Baum, zu den Blättern in der Natur
  • mit dem Stil des Nussbaumblattes / der Stopfnadel ein Loch ins Blattinnere stechen und durchfädeln. Falls dein Kind sich noch schwer mit dem Durchstechen tut bzw. die Blätter oft zerreißt, kannst du ihm natürlich beim Durchstechen helfen.
  • Fädel so viele Blätter auf wie du gerne möchtest (natürlich kannst du die Blätterketten auch später verlängern)
  • Ketten z.B. an ein sonniges Platzerl am Baum hängen – so glitzern eure Blätterketten durch den Herbst

Es macht so viel Spaß, schaut so schön aus geht wirklich schnell – und nebenbei wird auch noch die Feinmotorik trainiert.

Viel Spaß beim Fädeln und herbstliche Natur genießen,

Eure Michaela

PS: Jetzt im Herbst haben wir wieder viel mehr Zeit zu basteln- ich freue mich schon jetzt darauf, unsere Ideen mit euch zu teilen.

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Schlafberatung – Wann und Wieso?

Der kindliche Schlaf ist sehr komplex, entwickelt sich erst im Laufe der ersten Lebensjahre und ist in vielen Familien eines der „Sorgenthemen“ von Mama und Papa.

Wann sollten sich die Eltern Hilfe bzw. fachliche Unterstützung holen?

Das lässt sich keinesfalls vereinheitlichen- jede Familie ist anders, jede Familie hat eigene Bedürfnisse und Wünsche. Was für die eine Mama ganz selbstverständlich ist, ist für den anderen Papa ein „Problem“. Manchmal tut es als Mama vielleicht einfach nur gut, zu hören, dass es ganz vielen Familien mit Kindern in diesem Alter so geht, weil es sich um die normale kindliche Schlafentwicklung handelt. Ganz oft kann die (langfristige) Veränderung von Einschlafgewohnheiten, Schlafsituationen und anderem aber auch eine Verbesserung der gesamten (Familien-) Schlafsituation mit sich bringen.

Mir als Schlafberaterin nach dem Konzept von 1001 Kindernacht ist am wichtigsten, die (Ein-)Schlafsituation, aber auch andere Bereiche des Familienlebens (z.B. Arbeit, Familienkonstellation, Tagesablauf, Fremdbetreuung etc.) zu besprechen und gemeinsam mit der Familie, der Mama und/oder dem Papa Lösungsmöglichkeiten zu erarbeiten.

In der ganzheitlichen Beratung ist es mir auch wichtig, nicht nur die Schlafsituation des Kindes zu besprechen, sondern unbedingt auch auf die Bedürfnisse aller Familienmitglieder (Eltern, im Haus wohnende Großeltern, Geschwister etc.) zu achten und diese zu berücksichtigen. Um das zu veranschaulichen könnt ihr euch gerne die folgenden KURZbeschreibungen von verschiedenen Beratungsanfragen durchlesen.

Melissa, 2. Kind, 20 Monate (Bruder 5 Jahre)
MELISSA schläft von Beginn an bei den Eltern im Familienbett, auch der große BRUDER, welcher sehr viel Platz braucht. Melissa schläft sehr unruhig, erwacht sehr oft bzw. meldet sich oft. Meistens braucht sie „ewig“ um einzuschlafen, will immer wieder aufstehen, spielen und beschäftigt werden.
MAMA fühlt sich durch den wenigen Schlaf sehr erschöpft. Das lange Einschlafen stört sie sehr.
PAPA ist aufgrund der Arbeit sehr wenig zu Hause

Konstantin, 1 Kind, 6 Wochen
KONSTANTIN lässt sich kaum ablegen, will viel Körperkontakt, nachts schläft sie oft am Bauch der Mama.
MAMA ist unsicher, möchte gerne mehr Informationen über die Schlafentwicklung, den Kinderschlaf.

Johanna, 11 Monate
JOHANNA wird in den Schlaf gestillt, nachts trinkt sie ca alle drei Stunden.
MAMA möchte gerne langsam gemeinsam mit Johanna ein anderes Einschlafritual finden, das nächtliche Stillen ist für sie ok.
PAPA unterstützt die Mama, möchte aber auch gerne seine Tochter in den Schlaf begleiten.

Leon, 8 Monate
LEON schläft bei Mama im Bett.
MAMA genießt das sehr.
PAPA hat Sorge, dass die Partnerschaft auf Dauer leidet.

Lena, 14 Monate
LENA schläft im eigenen Bett im eigenen Zimmer ein. Nachts ruft sie nach den Eltern, wird dann ins Elternbett gebracht oder Mama legt sich auf eine Matratze neben das Gitterbett. Manches Mal versucht Papa Lena im Zimmer zu beruhigen, damit Mama schlafen kann.
MAMA ist geschafft, müde. Macht sich Vorwürfe, weil sie tagsüber oft nicht genug Geduld für Lena hat.
PAPA möchte Lena helfen, macht sich Sorgen um seine Frau, weil sie so erschöpft ist.

Jana, 3 Jahre, kleine Schwester (5 Monate)
JANA möchte nicht alleine schlafen gehen, schläft gerne im eigenen Zimmer
SCHWESTER schläft im Beistellbett.
MAMA hat Sorge, dass sie Jana durch das Baby vernachlässigt, möchte unbedingt genügend Zeit alleine mit ihr haben.
PAPA übernimmt gerne eines der Kinder, Baby wird jedoch gestillt und er arbeitet auch im Schichtbetrieb.

Jürgen, 20 Monate
JÜRGEN wird nachts oft munter, ist teilweise 2 Stunden uns länger munter. Tagsüber schläft er einmal zwischen 2 und 3 Stunden.
MAMA ist übermüdet, oft nachts auch grantig, weil Jürgen nicht schläft. Sie möchte auf jeden Fall eine sofortige Besserung für Jürgen und auch sich.
PAPA schläft in einem anderen Zimmer, um für den Job fit zu sein.

Katharina, 10 Monate
KATHARINA schläft tagsüber ausschließlich im Tragetuch ein. Nachts schläft sie im Familienbett, wird einschlafgestillt.
MAMA genießt das Tragen im Tuch, möchte das aber nicht für immer beibehalten.
PAPA findet, dass Katharina anders einschlafen sollte, will nicht, dass sie verwöhnt wird. Familienbett ist (noch) ok für ihn.

Matteo, 2 Jahre
MATTEO schläft oft sehr unruhig im eigenen Zimmer. Hat bereits ein großes Bett mit Rausfallschutz
MAMA ist im 8. Monat schwanger, macht sich Gedanken, wie die Nächte mit Matteo werden, wenn das Baby da ist.
PAPA findet das unbegründet, so wie es kommt, kommt es.

Moritz, 27 Monate
MORITZ beginnt im Herbst mit der Kinderkrippe, wird nach Bedarf gestillt.
MAMA macht sich Gedanken, wie Moritz in der Krippe einschlafen wird, da er zu Hause meist mit Stillen einschläft
KINDERKRIPPE empfiehlt, unbedingt vor der Eingewöhnung abzustillen

Silvia, 10 Monate
SILVIA wird gestillt, hat ca. 8 Monate für 6 Stunden „durchgeschlafen“. Jetzt erwacht sie stündlich, ist teilweise schwer zu beruhigen und wieder in den Schlaf zu bringen
MAMA und PAPA machen sich Sorgen, dass es Silvia nicht gut geht, dass ihr etwas weh tut, möchten ihr unbedingt helfen.

Falls ihr gerne mehr Infos zum Thema Schlaf hättet, gerne Unterstützung oder ein Gespräch hättet meldet euch gerne bei mir!

Eure Michaela

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Musiksamen in Kinderherzen pflanzen mit Musikalischen Mitmachgeschichten

Musik verbindet, hebt die Laune und schafft eine vertraute, sichere Atmosphäre. Sie wirkt sich positiv auf das Wohlbefinden aus, verbessert die Merkfähigkeit, fördert die Intelligenz, Ausdauer und Konzentrationsfähigkeit.
Die Liste ließe sich noch unendlich fortsetzen.

  • Wie bringst du deinem Kind Musik näher, wenn du dich selbst nicht gerade als musikalisch bezeichnen würdest?
  • Oder bist du selbst musikbegeistert und möchtest du deinem Kind das gerne weitergeben?
  • Bist du dir noch unsicher, ob du einen meiner Kurse „Musik, Rhythmus und Bewegung“ für euch buchen möchtest?

Meine Freundin Ilva hat es im Programmheft des Eltern-Kind-Zentrums Deutschlandsberg so schön formuliert:

Lasst mich Musik-Samen in Kinderherzen pflanzen

Als Kindergärtnerin habe ich eines besonders geliebt: Meine Morgenkreise. Ich habe mit den Kindern gesungen, getanzt, Geschichten erzählt, die Kinder mitgerissen, vereinnahmt und verzaubert. Auch wenn das jetzt übertrieben klingt- dafür hatte ich wirklich eine Gabe.
Im Laufe der Jahre haben sich in meinem Büro zu Hause zig (wirklich zig zig 😉 ) Bilderbücher, Vorlesebücher und Liederbücher- und Mappen angesammelt. Viele Klassiker wie das „Ich bin Ich“, aber auch geheime Schätze und selbstgeschriebene Geschichten und Lieder.

Das alles bündle ich gemeinsam mit meiner Liebe zur Musik in meinen musikalischen Mitmachgeschichten.

Innerhalb von ca. 45 Minuten versetzen sich deine Kinder in eine Geschichte oder identifizieren sich gar mit einer Rolle. Mit fröhlichen Liedern, Begleitmusik, Tänzen, Spielen, vielen unterschiedlichen Materialien und vielem mehr nehme ich deine Kinder mit auf eine Reise. Sie gehen zum Beispiel mit Raupe Nimmersatt auf Futtersuche, freuen sich mit dem Buchstabenbaum auf das Lesen und Schreiben, erleben mit dem Chamäleonvogel die Ostergeschichte, und gehen mit dem Ich bin Ich auf die Suche nach sich selbst. Die Musik begleitet und führt uns dabei- und pflanzt so den ersten Musik-Samen in Kinderherzen.

Alle voraussichtlichen Termine findet ihr auf der Homepage oder schreibt mir, dann sende ich euch gerne meinen Newsletter zu.

Tue dir und deinem Kind etwas Gutes!
Eure Michaela

Meldet euch noch heute bei mir:
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Rosa Bub und blaues Mädchen?

Eine Diskussion auf Facebook veranlasst mich, endlich über ein Thema zu schreiben, das mich schon seit meinen Praktikantinnen-Tagen im Kindergarten beschäftigt…

Schon seit jeher werden den Geschlechtern bestimmte Interessensgebiete, Handlungsfelder, Vorlieben zugeschrieben.
Mädchen spielen am liebsten mit Puppen, schauen sich Bücher an, lieben es zu malen. Im Garten schaukeln sie am liebsten oder spielen in der Sandkiste.
Buben toben im Bewegungsraum, spielen Pirat und Räuber und Gendarm oder bauen die tollsten Gebilde aus Bausteinen aller Art.
Mädchen lieben Kleider, rosa, Glitzer
Buben haben am liebsten dunkelblau und gefährliche Tiere auf ihrem T-shirt.
Mädchen helfen ihrer Mama gerne im Haushalt.
Buben fahren mit dem Traktor mit auf den Acker.
Mädchen sind das „angenehme“ und ruhige Geschlecht.
Buben sind laut und wild.
Typische Frauenberufe sind Frisörin, Kindergärtnerin, Verkäuferin.
Typische männliche Handlungsfelder sind die Baustelle oder Führungspositionen.

Ja, oft stimmt es- Buben interessieren sich oft für Fahrzeuge oder Ballsport und Mädchen umsorgen ihre Puppen.

Mein (morgen, Hilfe!) einjähriger Bub spielt, wenn er nicht gerade hinter seiner großen Schwester hinterher ist, fast ausschließlich mit Bällen oder verschiedenen Fahrzeugen. Mein Mädchen hingegen liebt es in ihrer Puppenküche zu kochen, zu malen und zeichnen oder ihre Puppis und Kuscheltiere zu umsorgen und spazieren zu fahren.
ABER: Johannes schläft am allerliebsten mit seinem rosa Stoffwindeln und seinem rosa Kuschelhasen ein. Luisa liebt alles was blau ist – Kleider, Spangerl, Spielzeug, Kuscheltiere, Autositz… alles ist blau.

Wer sagt uns, was Mädchen dürfen und Buben sollen?

Meine Kinder sind noch sehr klein, daher „dürfen“ sie auch in der Öffentlichkeit anziehen und spielen was sie wollen (bzw. was ihre Mami will 😉 ). Aber schon jetzt werden wir manchmal schief angesehen, wenn Johannes eine Blumenhose trägt oder mit seinem Hasi kuschelt.

Vor ein paar Wochen war Luisa am Boden zerstört, weil wir ihre zu kleinen Kleider eingepackt haben, um sie einem „Mädchen-Baby“ zu borgen. Sie hat sie wieder aus der Tasche gerissen, weil diese nicht dem Baby gehören, sonder ihrem „Nannes“.
Ich war hin und her gerissen. Was tue ich jetzt? Wie erkläre ich meiner nicht mal dreijährigen Tochter, dass es „Mädchengewand“ und „Bubenkleidung“ gibt? Wie wäre es für mich, für meinen Mann, wenn Johannes ein Kleid anziehen möchte?

Nach langem Hin und Her haben wir beschlossen, dass das „Mädchen-Baby“ Luisas Kleider ausborgen darf. Nur ihr absolutes Lieblingskleid haben wir behalten- „Nannes will, blau Kleid da“
Meine Tochter musste (wegen mir??) das erste Mal einen Kompromiss eingehen, sich der Gesellschaft fügen.
Mein Mama-Herz hat geweint. Wegen meiner traurigen Tochter, aber auch wegen der eingeschränkten Möglichkeiten meiner beiden Kinder. Denn seien wir uns ehrlich: Was müsste sich mein Johannes mit Kleid spätestens im Kindergarten aber auch in seinem erwachsenen Umfeld anhören? Früher oder später würde ihm die Freude vergehen und er sich an andere anpassen.


Versteht mich bitte nicht falsch!!! Es ist nicht mein sehnlichster Wunsch, dass Mein Bub Kleider anzieht oder mein Mädchen Baggerfahrerin wird. Aber wäre es nicht wunderbar, wenn sie von Kindheit an frei entscheiden dürften, was ihnen am besten gefällt ohne zu hinterfragen, was Familie, Freunde, Nachbarn dazu sagen?


Studien belegen, dass Erwachsene ein Kind sehr unterschiedlich behandeln, je nachdem, ob sie davon ausgehen, dass es sich dabei um ein Mädchen oder einen Jungen handelt.

Seavey, Katz, and Zalk beobachteten 1975, dass Erwachsene verschiedenes Spielzeug auswählen, wenn sie mit einem 3 Monate alten Kind spielen, abhängig davon ob sie glaubten, sie hätten ein Mädchen oder einen Jungen vor sich. Das Kind im gelben Strampler wurde 1/3 der ProbandInnen als Mary, 1/3 als Johnny vorgestellt und 1/3 bekam keinen Hinweis aufs Geschlecht. Für Mary wurde häufiger die Puppe gewählt, für Johnny der Football. Wurden den Erwachsenen keine Informationen über das Geschlecht gegeben, wählten Männer häufiger das neutrale Spielzeug (Beißring) und berührten das Kind weniger, Frauen nutzen stereotyperes Spielzeug (Puppe bzw. Football) und suchten mehr Körperkontakt.
Ohne Informationen ob Mädchen oder Junge tippten 57% der Männer und 70% der Frauen auf einen Jungen (Es war ein Mädchen in allen Fällen), und begründeten ihre Vermutung z.B. mit der Kraft oder dem wenigen Haar.
https://rosa-hellblau-falle.de/2018/04/baby-x-experimente/

Die Rosa-Hellblau-Falle

Beim Googlen für den Artikel stieß ich auf den Ausdruck „Die Rosa-Hellblau-Falle. Das spricht mir so sehr aus meiner Seele! Wie oft habe ich mich geärgert, weil es jegliches Baby-Zeug nur in rosa oder blau gab? Wie oft ärgere ich mich, weil es fast ausschließlich nur blaue, graue, dunkle Bubenkleidung gibt? Was spricht gegen gelb, rot, grün, orange? Was spricht gegen eine Einhornschultasche für Buben? Was spricht gegen eine Baggerfahrerin? Gegen einen weiblichen Wirbelwind und einen männlichen Dauerkuschler?

Wir Erwachsene leben mit Vorstellungen und Ideen, wie die Welt grundsätzlich „funktioniert“ bzw. wir gerne hätten, dass sie funktioniert. Weltanschauung, Beziehungsmodelle, Familienleben, Berufsleben, Verpflichtungen, Werte… die Liste ließe sich endlos fortsetzen.
Bei jungen Kindern ist das anders: Sie leben in der Gegenwart, im Hier und Jetzt. Sie verfolgen Sehnsüchte, Wünsche, Hoffnungen, die aus ihrem tiefsten Inneren, nicht geformt oder verändert von anderen.

Was setze ich auf mein Visionboard (Haha, kurze Anmerkung: Ich bin jetzt Ringana-Partnerin 😉 ) für meine Kinder, was wünsche ich mir für sie?

  • Stärke, um sich zu trauen sie selbst zu sein
  • Freude, das zu tun, was sie wollen
  • Achtsamkeit, anderem und „fremdem“ gegenüber

das Thema ist unendlich für mich, ich denke da folgt eine Fortsetzung… 😉

Eure Michaela

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Meine Gedanken zu „Die Elternschule“

Gestern wurde der Dokumentarfilm „Die Elternschule“ ausgestrahlt. Ich bin ehrlich, viel habe ich nicht geschafft- es hat mich zu sehr aufgewühlt, mich zu sehr erschreckt, mich zu schnell zu traurig gemacht…

Ich versuche gerade einen klaren Kopf zu behalten und klare Worte zu formulieren.
Aber wie soll das bitte gehen?

  • Kinder werden nachts stundenlange alleine gelassen, damit sie lernen, die Nachtruhe einzuhalten.
  • Kinder werden an Armen und Beinen festgehalten, damit sie die Flasche nicht verweigern können.
  • Schon im Trailer erbricht ein Kind, dass nicht essen will

Die behandelnden Ärzte sprechen von großen Erfolgen und von Heilung…

  • Ist Erfolg, wenn man das Kind bricht?
  • Die Seelen der Kinder verletzt?
  • Sie traumatisieren?
  • Kinder aufgeben und „erstillen“?

Meine Tochter hat jahrelang kaum geschlafen, ich stand hochschwanger bis zu 15/20 Mal pro Nacht auf. Teilweise war sie bis zu drei Stunden munter oder brauchte eine gefühlte Ewigkeit um einzuschlafen.
Ich verstehe also, wenn man am „Eltern sein“ verzweifelt und sich Hilfe sucht. Ich weiß, wie man sich fühlt, wenn man vor Müdigkeit keinen klaren Gedanken mehr fassen kann. Ich weiß, wie viel Geld man bereit ist auszugeben, um etwas zur Ruhe zu kommen.
Ich weiß, wie es ist, sich immer und immer wieder zu fragen, was man nur falsch macht.

Bitte, liebe Mamas und Papas! Falsch, ist nicht, sich Hilfe zu suchen. Falsch ist, als medizinische, psychologische, beratende Fachkraft solche „Hilfe“ anzubieten!!!

Bitte, liebe Mamas und Papas! Jede Familie muss ihren eigenen Weg finden. Kein Weg ist der „richtige“, der „eine“. Für die eine Familie ist das Konzept nach 1001 Kindernacht passend, andere Familien wählen eine andere Art der Hilfe.

Aber bitte, bitte, bitte!!! Hört auf euer Herz. Hört auf euren Verstand. Hört auf eure Kinder! HÖRT AUF EUER HERZ und steht diesem Film, diesem Weg, dieser Art der Erziehung kritisch gegenüber, seht nicht den „Erfolg“, seht die Kinder, seht die Qualen, die Trennungsangst, die Machtlosigkeit und tut alles dafür, dass das eure lieben Spätze nicht fühlen müssen.

Heute kurz und knapp, sonst wirds wirr warr…
Eure Michaela

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Lavendelsirup

Lavendel ist meine absolute Lieblingspflanze, Lieblingsfarbe mein Lieblingsgeruch – seit letztem Jahr auch Lieblingsgeschmack 🙂

Zutaten

  • 2 Bund Lavendel
  • 1,5 l Wasser
  • 1 Stück Bio-Zitrone
  • 10 g Zitronensäure
  • 1 kg Zucker

Zubereitung

  • Wasser mit Zucker aufkochen bis die Flüssigkeit klar wird und auskühlen lassen
  • Zitrone in Spalten schneiden, mit den Lavendelblüten und der Zitronensäure in die Flüssigkeit mischen.
  • 2-3 Tage zugedeckt ziehen lassen
  • Abseihen
  • Nocheinmal aufkochen und noch heiß in Flaschen abfüllen

Tipp

Letztes Jahr habe ich den Sirup nicht nochmal aufgekocht und nach ein paar Wochen wurde er leider schimmlig. Dieses Jahr versuche ich es mit nochmal aufkochen. Alternativ könntest du auch eine Einsiedehilfe verwenden.

Und zum Schluss

Bestimmt schmeckt deinen Kindern der Sirup, außerdem wirkt Lavendel bekanntermaßen beruhigend. Und: Hast du schon mal Lavendelspritzer probiert? 😉

Viel Spaß beim Ausprobieren und kosten,
Eure Michaela

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Eure Michaela

Schraubenmännchen-Anhänger

Das etwas andere Vatertagsgeschenk-
schnell, lustig und auch für Bastelfaulis und Buben ein Ansporn!

Material pro Männchen

  • 1 Schraube (3 cm lang ohne Kopf)
  • 3 Muttern
  • 2 Flügelmuttern
  • 1 Beilage
  • Schnur oder Band
  • Sekundenkleber
  • eventuell Acrylfarben

Abfolge:

  • Beilage
  • Mutter
  • Flügelmutter („Flügerl“ nach oben)
  • 2x Mutter
  • Flügelmutter („Flügerl“ nach unten)

Zur Sicherheit kannst du die letzte Schraube mit Sekundenkleber befestigen. Auch das Band unbedingt zusätzlich mit Sekundenkleber befestigen, damit der Anhänger nicht verloren geht.

Ist dein Kind die gleiche Mal-Maus wie meine und findet sie das „Nur-Schrauben“ zu wenig, können die Männchen natürlich gerne mit Acrylfarbe bunt bemalt werden!

Voilá! Schon sind eure Schraubenmännchen fertig!

Viel Spaß beim Schrauben,
Eure Michaela

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Next Step:(Zutzifreies)Schlafen ohne Stress??

Nach rund drei Wochen ist es an der Zeit für uns zu reflektieren. Wie geht es meinem Mädchen ohne Zutzi? Wie geht es ihr beim Einschlafen? Wie geht es uns als Eltern und besonders mir als Mama mit der veränderten (Ein-) Schlafsituation?

Im Grunde klappte alles ganz wunderbar, wie im Lehrbuch: Nach 2-5 unruhigeren Nächten wurde es langsam besser. Luisa schlief besser ein, die Nächte waren ruhiger und nach kurzer Zeit fragte sie nicht mehr nach ihren Zutzis.

Luisa schlief seit einigen Monaten oft (nicht immer) alleine ein und auch gut durch. Ich muss dazu sagen, dass ich dies initiiert habe, bevor ich mit 1001 Kindernacht in Kontakt kam.
Nach unserem Einschlafritual verließ ich das Zimmer, sie hörte mich im Bad nebenan und schlief meistens innerhalb von ein paar Minuten ein.
Ich hatte ein gutes Gefühl damit, Luisa wirkte zufrieden, ruhig und geborgen in ihrem Zimmer.

Aber auf einmal: Mama! Mama! Mama! Mama!

An den ersten Abenden ohne Zutzi rief mein Mädchen öfter nach mir, verlange nochmals Wasser, das Nachtlicht oder ihr Gute-Nacht-Schaf. Völlig „normal“, völlig in Ordnung, völlig im Rahmen…
Doch plötzlich dauerte es länger, Luisa rief mich öfters, wollte immer wieder, dass ich komme.

Ich bin im Dauer-Zwiespalt. 1000 Gedanken gehen mir rund um die Uhr durch den Kopf

  • Soll ich an unserer Einschlafsituation festhalten oder bei ihr bleiben?
  • Wie kann ich meinem Mädchen helfen?
  • Ist es „nur“ das fehlende Zutzi oder braucht sie einfach derzeit ihre Mama?
  • Was werden die anderen denken, wenn ich nachgebe und mein Mädchen wieder mehr beim Einschlafen begleite?
  • Warum muss das alles nur sein?
  • Was soll ich nur tun? Ich will doch nur, dass es meinem Mädchen gut geht…
  • Ich kann nicht mehr, mir tut mein Mamiherz weh

Ich gebe es zu, vielleicht habe ich gestern geweint, nachdem ich mein geliebtes Mädchen innerhalb weniger Minuten in den Schlaf gestreichelt habe.
Ich gebe es zu, vielleicht habe ich heute Morgen geweint, als ich meiner Mama „beichtete“, dass ich nicht mehr kann und einfach bei meinem Mädchen bleiben will.
Ich gebe es zu, vielleicht habe ich noch ein bisschen mehr geweint, als meine Mama sagte: „Dann mach das doch“.
Ich gebe es zu, vielleicht weine ich jetzt auch gerade ein bisschen, weil ich meine Kinder einfach unendlich liebe, will, dass es ihnen gut geht und ich einfach nur das beste für sie will.
Ich gebe es zu, vielleicht weine ich jetzt einfach auch gerade, weil ich immer das Gefühl habe, stark sein zu müssen, für alle da sein zu müssen, alles richtig machen zu müssen.

Aber ganz ehrlich: Ich muss gar nichts außer für meine Kinder da zu sein. Beim Mama sein gibt es kein Richtig und kein Falsch. Es gibt auch kein Muss oder kein „So sollte es sein“ – es gibt ein für die Familie stimmig.

Mein Mädchen braucht ihr Zutzi nicht mehr, aber eben ihre Mama (oder wenn ich hin und wieder nicht da bin ihren Papa).
Mein Mann braucht seine Ehefrau, die auch an etwas anderes denken kann als ihre Kinder und wie es ihnen geht.
Unser Bub braucht seine Familie, seinen Papa zum Toben, seine Mama zum Ruhen, seine Schwester zum Nacheifern.
Ich brauche das Gefühl, dass es meinen Kindern gut geht. Einfach nur gut geht.

Heute Abend werde ich einfach nur auf mein Gefühl vertrauen, meinem Mädchen das geben, was es braucht, ihr die Geborgenheit, Liebe, Geduld geben, die jedes Kind verdient.

Was „die anderen“ darüber denken? Egal!
Was mein Kind dabei fühlt? Das Wichtigste!

Ich wünschte mir, dass ich viel früher zu 1001 Kindernacht gekommen wäre und viel früher den Mut gehabt hätte, auf mich und meine Kinder zu vertrauen!
Habt bitte keine Angst, euch Rat oder Hilfe zu suchen, auch eine ausgebildete Schlafberaterin zweifelt mal an sich selbst als Mama…
Melde dich gerne bei mir, wenn du Rat und Hilfe zum Thema Kinderschlaf brauchst.

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Eure Michaela

Bilderbuch: …das verspreche ich dir

Ein frühlingshaftes Bilderbuch zum Thema Freundschaft, Trennung, Tod und Auferstehung

Im Bilderbuch „…das verspreche ich dir“ erwacht Bruno das Murmeltier aus dem Winterschlaf und entdeckt einen wunderschönen Löwenzahn. Sie werden beste Freunde, verbringen den ganzen Sommer zusammen. Bruno tanz um seinen Löwenzahn herum, erzählt ihm Geschichten, schläft bei ihm.

Einmal fragt die Blume: „Vertraust du mir?“
„Natürlich vertraue ich dir!“
„Was auch immer passiert?“
„Ich vertraue dir, was auch immer passiert!“
„Dann puste so fest du kannst und alles wird gut! Das verspreche ich dir!“

Bruno ist am Boden zerstört, als er erkennt, dass er seine geliebte Blume zerstört hat. Traurig macht er sich alleine auf den Weg, um die Welt zu erkunden. Immer wieder wünscht er sich seinen Löwenzahn herbei.
Im Herbst kehrt Bruno zu seiner Wiese zurück und fällt in seinem Nest wieder in den Winterschlaf.

Und was sieht Bruno, als er nach seinem langen Winterschlaf aufwacht?
Eine ganze Wiese voller Löwenzahn!

Das Buch ist einerseits eine toll illustrierte pastellfarbene Frühlingsgeschichte. Andererseits behandelt es liebevoll Abschiede, zum Beispiel Trennung oder auch Tod. Es kann wunderbar aufbauend oder vertiefend für die Ostergeschichte verwendet werden oder eingesetzt werden, wenn ein Familienmitglied verstirbt, die Eltern sich scheiden lassen, Freunde wegziehen etc.

Viel Spaß beim (Vor-) Lesen,

eure Michaela

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Next Step: Zutzifreies Schlafen ohne Stress

Am Karsamstag war es so weit. Mein Mädal hat in der Früh jedes Zutzi noch schnell ein letztes Mal gezutzelt, ein Bussi gegeben und in die blaue Schachtel gelegt.

„Baba Dutzis!“

Nach der Fleischweihe waren statt den Zutzis ein Hasi, blaue Hasenkekse und Schoko in der Schachtel. Toll!

„Aaaallo Hasi!“, „Dutzis Babyhasis!“

Kann das wirklich so einfach gewesen sein? Nein- „Einfach“ ist dafür bestimmt nicht das richtige Wort. Mir war besonders wichtig, es unserem Mädchen möglichst einfach zu machen, nicht uns Eltern.

Was machen wir als Mama und Papa , um es unserem Mädchen möglichst einfach zu machen? Angelehnt an das Konzept von 1001 Kindernacht sind folgende Eckdaten besonders wichtig für uns:

  • Wir sind beide wirklich überzeugt davon
  • Wir haben beide gemeinsam unser Vorgehen geplant und oft besprochen
  • Wir haben täglich im Vorhinein mit unserem Mädchen darüber geredet, es möglichst positiv aber klar formuliert. („Genau! Wenn du mit Papa zur Kirche gehst, legst du deine blauen Zutzis für die Osterhasenbabys vors Haus. Und was kriegst du als Belohnung? Ja! eine blaue Überraschung! … Du hast dann zwar keine Zutzis mehr, aber kannst dann mit deinen Mama-Leiberl und dem Kuschel-Babyhasi heian…“
  • Als zusätzliche Vorbereitung bekam mein selbstgeschriebenes Zutzi-Bilderbuch
    https://schutzengelmein.at/2019/04/10/luisa-und-die-osterhasenbabys/
  • Als Ersatz bekam Luisa ihr Kuschel-Babyhasi, dass sie jederzeit holen kann. Dadurch geben wir ihr die Möglichkeit, sich eine neue Beruhigungsmöglichkeit zu schaffen
  • Vor allem in der ersten Zeit machen wir es unserer Großen (vor allem am Abend) möglichst ruhig und angenehm, setzen sie nicht unnötig unter Stress bzw. vermeiden „Trotzalter-Szenarien“ 😉 )

Heute haben wir unsere vierte zutzifreie Nacht vor uns. Auch wenn unser Mädal sich beim Einschlafen etwas schwerer tut, sich hin und her dreht, eine passende Position sucht, früher aufwacht etc. schlägt sie sich wirklich toll!

ABER! Es war erst die vierte Nacht. Schlafberatung 1001 Kindernacht geht davon aus, dass sich neue Gewohnheiten erst nach zirka 2 Wochen festigen.

Was heißt das für uns Eltern?

  • Mit viel Liebe, Geborgenheit, Geduld und Verständnis auf Luisas Bedürfnisse eingehen
  • Das (Ein-) Schlafen keinesfalls mit negativen Gefühlen wie Stress oder Angst in Verbindung bringen
  • Auch bei „Rückschlägen“ mit Geduld und Verständnis reagieren
  • Viel Nähe geben, auch und vor allem in der Nacht

Wie es bei uns weiter geht? In ein paar Tagen melde ich mich wieder!
Eure Michaela

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